Geschützter Bereich
Lehre Forschung Bücher Studentische Arbeiten Kommissionen/Partner Praxis Presse English Websites
 Aktuell    Archiv  

  Presse - Archiv  

Pressemitteilungen der Hochschule Harz

10.12.2001

Tourismustagung an der Hochschule Harz
Gezieltes Tourismusmanagement zur Fußball-WM 2006 gefordert

Der volkswirtschaftliche Nutzen der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland lässt sich erhöhen, wenn für dieses Ereignis ein von langer Hand geplantes Tourismusmanagement vor, während und ganz besonders nach dem Ereignis betrieben wird. Nur dann könnten die von der zu erwartenden weltweiten Präsenz Deutschlands in den ausländischen Massenmedien ausgehenden positiven Effekte in eine erhöhte Nachfragen für Reisen nach Deutschland umgemünzt werden. Zu diesem Ergebnis gelangten zwei getrennte Studien zu den touristischen Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen, die von den Wissenschaftlern Kurscheidt (Bochum) und Preuß (Mainz) auf einer Konferenz zum Thema „Tourismus und Sport“ an der Hochschule Harz (Wernigerode) zur Diskussion gestellt wurden. Eigentlich müsse in Folge dessen bei der Auswahl der Bewerberstädte deren touristisch Attraktivität mit viel stärkerem Gewicht einbezogen werden, meinte Konferenzorganisator Professor Axel Dreyer, der Tourismusmarketing an der Hochschule Harz und Sportmanagement an der Universität Göttingen lehrt.

Aber nicht nur diesem Phänomen von Sport und Reisen haben an der 110 Tourismus- und Sportwissenschaftler sowie Reiseexperten aus der Praxis versucht, auf der fünften Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft e.V. auf die Spur zu kommen. Professor Martin Lohmann (Verfasser der „Reiseanalyse“) stellte fest, dass mindestens ein Viertel der Deutschen im Urlaub regelmäßig sportliche Aktivitäten ausübt. Für 4,5 Millionen Deutsche ist der Sport sogar der wichtigste Grund für eine Urlaubsreise. Dabei steht der Spaß am und durch den Sport eindeutig im Vordergrund.

Darüber hinaus ist der Wunsch fit zu sein und sich wohl zu fühlen, eine wichtiger werdende Triebfeder beim Verreisen, wie von mehreren Wissenschaftlern betont wurde. Für Robinson, Marktführer für Cluburlaub in Deutschland, ist das Interesse an Fitness und Wellness sogar der Grund, mit sogenannten „WellFit“-Centern weiter (bisher gibt es zwei Pilotprojekte) in den Markt der Fitnessstudios zu investieren. Sportdirektor Wanger will die Bekanntheit der Marke Robinson nutzen und damit ein Premium-Segment bedienen. Körper, Geist und Seele werden in den Anlagen als Einheit betrachtet, aber auch die Erledigung von Einkäufen oder Wagenwäsche soll als Dienstleistung angeboten werden.

In den Medien wird zwar viel von Abenteuersport wie Rafting oder Canyoning gesprochen, aber im Urlaub zählen vor allem die klassischen Sportarten Wandern, Radfahren und Skilaufen. Innovationen gehen selten von der Nachfrage aus, sondern meist von der Sportartikelindustrie oder den Urlaubsorten, die immer wieder neue Ideen entwickeln, um auf sich aufmerksam zu machen. Dennoch ist die wirtschaftliche Bedeutung von Mountainbiking oder Inlineskating nicht so groß, wie dies die öffentliche Diskussion vermuten lässt. Für Nischenmärkte, in den es sich auch ganz gut leben lässt, sind sie jedoch durchaus geeignet. Jedenfalls dann, wenn sie von Personen vermarktet werden, die know how sowohl im Sport als auch im Tourismus mitbringen.


 

29.10.2001

Tourismustagung an der Hochschule Harz

Ein Flügel des Tagungsgebäudes auf dem herrlichen Campusgelände der Hochschule Harz in WernigerodeVom 6. Dezember bis zum 8. Dezember 2001 treffen sich namhafte Tourismus- und Sportwissenschaftler anlässlich der diesjährigen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft e.V., um die neuesten Studien zum Thema "Sport und Tourismus" vorzustellen. Tagungsort dieses fünften Tourismuskolloquiums ist die Hochschule Harz in Wernigerode, an der 650 Studierende im Studiengang Tourismuswirtschaft eingeschrieben sind. Namhafte Referenten aus den Bereichen Tourismus und Sport konnten von Organisator Prof. Dr. Axel Dreyer, Tourismuswissenschaftler und Professor für Sportmanagement gewonnen werden. Zu ihnen zählen Prof. Dr. Edgar Kreilkamp, Tourismuswissenschaftler an der Universität Lüneburg, Martin Lohmann, Verfasser der "Reiseanalyse", eine der wichtigsten Marktforschungsuntersuchungen der Branche, sowie Jens Wanger, Sportleiter der Robinson Club GmbH und Jens-Joachim Brösel, Bereichsleiter Städtereisen und Sport live bei DERTOUR in Frankfurt. Auf dem 5. Tourismuskolloquium werden verschiedene Themenkreise angesprochen - angefangen bei der ökonomischen Bedeutung der Olympischen Spiele über das Tourismusmanagement von Großveranstaltungen wie der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland bis hin zur Zukunft des Sportreisemarktes.

13.03.2001

Tourismustagung an der Hochschule Harz
Mehr Forschung über die Zusammenhänge von Tourismus und Sport nötig

Die Tagung der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft (DGT) wird vom 06. bis 08. Dezember 2001 an der Hochschule Harz in Wernigerode stattfinden. Die diesjährige Veranstaltung, die durch Professor Axel Dreyer organisiert wird, behandelt die Thematik ”Sport und Tourismus”. Professor Axel Dreyer, selbst Tourismuswirtschaftler an der Hochschule Harz und Professor für Sportmanagement an der Universität Göttingen, hat sich besonders für diese Themenstellung eingesetzt. ”Die Effekte, die sich aus dem Zusammenwirken der gesellschaftlichen Schwerpunkte Sport und Reisen ergeben, werden zur Zeit weltweit verstärkt diskutiert”, so Dreyer.
Ausgelöst wurde der Gedanke zur Organisation einer Tagung mit sporttouristischen Inhalten durch eine Weltkonferenz im Februar diesen Jahres zu eben dieser Thematik in Barcelona, Spanien. Dort wurde unter anderem festgestellt, dass bisher nur wenige Forschungsergebnisse über die vielfältigen Synergieeffekte zwischen Sport und Tourismus vorliegen. Ein Umstand, der Professor Dreyer, selbst Herausgeber eines umfassenden Buches zum Sporttourismus, zur Organisation des Forums im Dezember motivierte: ”Mit dieser Tagung wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass verschiedene Wissenschaftsbereiche, die sich seit längerem mit dieser Problematik auseinandersetzen, ein Forum für einen ersten, gemeinsamen Meinungsaustausch erhalten.”
Für die Durchführung der Tagung wurden bereits Gespräche mit namhaften Referentinnen und Referenten geführt. So wird unter anderem Dr. Preuss vom ”Research Team Olympia” der Universität Mainz die für den Tourismus bedeutsamen Auszüge aus seiner international anerkannten und beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorgelegten Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung der Olympischen Spiele von München (1972) bis Sydney (2000) vorstellen.

27.02.2001

Weltkonferenz bescheinigt stark wachsende Bedeutung:
Professor für Touristik fordert mehr Aufmerksamkeit für Sporttourismus in Deutschland

Mit Veranstaltung der ersten Weltkonferenz zum Thema Sport und Tourismus, die vom 22. bis zum 23. Februar 2001 in Barcelona stattfand, unterstrichen die gemeinsamen Organisatoren, das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Welt Tourismus Organisation (WTO), die wachsende Bedeutung beider gesellschaftlicher Bereiche. Auch IOC-Präsident Samaranch verwies bei seiner Eröffnungsrede vor 800 TeilnehmerInnen aus 105 Nationen auf die zunehmende Relevanz von Sport und Tourismus.

Nur fünf Deutsche waren auf dem Kongress vertreten, darunter Prof. Dr. Axel Dreyer von der Hochschule Harz in Wernigerode (Sachsen-Anhalt). Prof. Dr. Dreyer hatte bereits 1995 mit Prof. Dr. Arnd Krüger von der Universität Göttingen als weltweit Erster ein umfassendes Buch zum Thema „Sporttourismus“ veröffentlicht. Bislang folgten jedoch nur wenige Publikationen zu dieser Problematik und die Teilnehmer der Konferenz forderten die Intensivierung weiterer Forschung sowie die weltweite Verbreitung der Ergebnisse. Auf beiden Feldern fehle es an statistischen Daten, Bewertungen und Konzepten, unter anderem zur Schlüsselrolle der Medien und der neuen Informationstechnologien. „Ich verstehe das als klaren Forschungsauftrag“, betonte Prof. Dr. Dreyer. Speziell in Deutschland müsse dem Sporttourismus mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht werden. Wichtig sei vor allem die Bereitstellung von öffentlichen Geldern, die eine objektive, allen zugängliche Forschung ermögliche, so Prof. Dr. Dreyer. „In Ländern wie Großbritannien, Australien oder Kanada sind sporttouristische Studiengänge längst üblich“, erklärte er und befürchtet, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb noch weiter abgehängt werde.

In der Abschlusserklärung der Konferenz wurde die entscheidende Bedeutung von Politik und Verwaltung für eine nachhaltige, unterschiedliche Kulturen und Lebensweisen berücksichtigende Entwicklung von Sport und Tourismus hervorgehoben. Wie sehr ein Land touristisch von einem sportlichen Großereignis profitieren kann, verdeutlichte John Morse, geschäftsführender Direktor der Australian Tourism Commission, anhand der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney. Für die Jahre 1997 bis 2004 rechnet man in Australien mit ca. 1,7 Millionen zusätzlichen Besuchern, was ein durchschnittliches jährliches Wachstum des Tourismusverkehrs von ca. 8 Prozent bedeutet.


:zurück:

zum Seitenanfang

.:::.  Prof. Dr. Axel Dreyer  ·  E-Mail: adreyer@hs-harz.de  .:::.