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  Bücher - Sporttourismus  

hrsg. v. Dreyer, A./ Krüger A.,
München, Wien 1995
unter Mitarbeit zahlreicher namhafter Autoren
u.a. Prof. Dr. Thomas Bieger, Prof. Dr. Walter Freyer,
Prof. Dr. Dr. Manfred Messing, Prof. Dr. Norbert Müller,
Thomas Trümper, Thomas Wilken, Dr. Frank Peter Zundel
- 466 Seiten
- umfangreiches Stichwortverzeichnis
- umfangreiches Literaturverzeichnis

ISBN 3-486-23099-9

Das Buch erhielt 1998 eine Auszeichnung des Sports Tourism International Council
„..as an outstanding contribution to the sports tourism profession“.


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Zum Inhalt

Das Management-Handbuch versucht, die modernen Entwicklungen des Sporttourismus vor dem Hintergrund der Theorie und der Praxis aufzunehmen und in den Zusammenhang der wirtschafts-, sozial- und sportwissenschaftlichen Forschung zu stellen. Das Buch war 1995 das erste deutschsprachige Werk, das sich umfassend mit der Thematik Sport und Tourismus auseinander gesetzt hat.

Dreyer zeigt zunächst die Marktbedingungen für den Sporttourismus auf. Die Abgrenzung des relevanten Marktes kann bereits dazu dienen, neue Marktsegmente zu erschließen und so am Wachstum der Branche zu partizipieren. Ein sehr altes Marktsegment, das jedoch mehrere Verjüngungen durchgemacht hat und in den 90er Jahren Nutznießer des Jahrzehnts des Ökotourismus geworden ist, stellt der Fahrradtourismus dar, dessen Marketing-Mix im Mittelpunkt des moderne Managementmethoden zugrunde legenden Kapitels von Freyer steht. Miglbauer zeigt später an einem regionalen Beispiel, wie sich dies konkret in der Praxis auswirkt. Die hier bereits teilweise am Fall angesprochenen Marketing-Instrumente werden von Dreyer systematisiert. Hierbei darf man nicht übersehen, daß die Kommunikationspolitik eine immer wichtigere Rolle spielt, da es ja nicht nur darum geht, ein bestimmtes Feriengebiet mit einer sportlichen Aktivität zu verknüpfen, sondern mit Träumen von Glück, Jugend und Status. Hierauf geht auch Schwen ein, dessen Trendmanagement ein Surfen auf der Woge des Zeitgeistes darstellt. Wem es gelingt, die Welle zu reiten, richtig im Trend zu liegen und diesen ggf. entsprechend zu beeinflussen, ist weit über denen, die u.U. im Wellental überrollt werden.

Dies wird am Beispiel Wilkens im Falle des ökologisch orientierten Sporttourismus deutlich. Hier geht es nicht nur darum, verantwortungsbewusst mit den ökologischen Ressourcen umzugehen, sondern auch den Zusammenbruch eines positiven Images von Regionen oder Sportarten zu vermeiden. In jüngster Zeit sind immer wieder Rechtsfragen im Tourismus diskutiert worden. Zundel behandelt den wichtigen Ausschnitt für den Sporttourismus, in dem sehr heterogene Rechtsgebiete zusammentreffen. Die sich weiter ausdifferenzierenden Berufsfelder des Sporttourismus mit ihrer Qualifikationsproblematik werden von Gläser analysiert. Diese Probleme betreffen vor allem die Reiseveranstalter und -mittler. Mit der Vergrößerung und Verstetigung des Marktes ist ein deutlicher Professionalisierungstrend festzustellen, der immer weitergehende Qualifikationsprozesse erfordert.

Köhler und Scharenberg analysieren das Angebot der Reiseveranstalter. Sie berücksichtigen dabei die von Opaschowski (1994) beobachteten schnellen Veränderungen auf dem Sport- und Freizeitmarkt. Trümper stellt das am schnellsten expandierende Marktsegment der Risiko- und Abenteuersportarten vor. Eine sehr traditionelle Form des Sporttourismus untersuchen Messing und Müller, die sich mit der Gruppe der Olympiatouristen des DER-Reisebüros bei den Olympischen Sommerspielen von Barcelona befassen.

Langfristige Planungen im Sporttourismus stellen ein planerisches Problem dar, da es landschaftsbezogenen Aspekte der Standortplanung von Sport- und Spielstätten betrifft, die möglichst polyfunktional angelegt sein müssen, um den Marktschwankungen gerecht zu werden, wie sie Haass behandelt. Kirsch stellt die politischen Aspekte in den Vordergrund, da es bei allen Fragen von Tourismus und Sport und natürlich auch beim Sporttourismus einen Zielkonflikt gibt, auf den die Politik ausgleichend zu wirken und den sie letztendlich zu entscheiden hat.

Der Kurort Schierke im Harz ist das Fallbeispiel, an dem Ganske das Spannungsfeld zwischen Wirtschaftsentwicklung (hier der ex-DDR) und ökologischen Erfordernissen aufzeigt. Willingen im Sauerland versucht besonders jüngere Menschen als Zielgruppe mit einem Sport & Fun-Konzept anzusprechen, das von Czech & Schütz erklärt wird. Zu den ältesten touristischen Betrieben in den Alpen gehören die Bergbahnen. Manche Orte konnten durch sie überhaupt erst erschlossen werden. Bieger zeigt, mit welch modernen Management-Methoden solche Unternehmen zu führen sind. Schließlich zeigt Lüdge die Marketing-Konzeption der Deutschen Lufthansa auf, die durch ihre jüngsten Veränderungen in der Management- und Marketing-Konzeption wieder in der Gewinnzone fliegt.



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.:::.  Prof. Dr. Axel Dreyer  ·  E-Mail: adreyer@hs-harz.de  .:::.